Der Strom Markt und die Strompreise

Die Meldungen über Erhöhungen der Strompreise reißen nicht ab. - Regelmäßig berichten die Medien über neue Strompreis-Steigerungen und das in immer kürzeren Intervallen. Betrachtet man diese Entwicklungen und führt sich vor Augen, dass die Strompreise allein seit dem Jahr 2000 um etwa 46 Prozent gestiegen sind, so ist es kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen mit dem Gedanken befassen, den Stromanbieter zu wechseln, um so unter Umständen ein paar Euro einzusparen.

Strommarkt - Wer liefert Ihren Strom

 

Hintergründe

Seit 1998 sind die europäischen Strommärkte offen. - Im Jahr 1996 hat die Europäische Union die EG-Binnenmarktrichtlinie Elektrizität beschlossen. 1998 wurde diese Richtlinie dann durch das Energiewirtschaftsgesetz (kurz: EnWG) in Deutschland umgesetzt. Genutzt wird die Entscheidungsfreiheit für einen Stromanbieter in Deutschland allerdings eher verhalten. Gerade einmal sechs Prozent der Deutschen haben ihre Wahl für einen neuen Stromanbieter getroffen. 24 Prozent sind auf andere Versorgungsprodukte des Stammanbieters umgestiegen.

Insgesamt stehen den Deutschen etwa 1000 Stromanbieter zur Verfügung, wobei die wenigsten dieser Anbieter wirklich frei auf dem Markt agieren, handelt es sich doch bei diesen häufig um Beteiligungen der großen Stromkonzerne. Im Endeffekt gibt es in Deutschland vier große Stromanbieter: Die RWE AG, die Vattenfeld Europe AG, die EnBW AG und die Eon AG. Diese teilen sich ungefähr 80 Prozent des Strommarktes und bestimmen somit auch weitgehend den Strompreis.

Am 13.07.2005 ist in Deutschland das neue Energiewirtschaftsgesetz (kurz: EnWG) in Kraft getreten. Gleichzeitig kam es zu einer Trennung von Netzbetrieb und Stromversorgung. Als Kontrollorgan für die Durchleitungsgebühren fungiert die Bundesnetzagentur.